Mag-Loop ist keine Alternative

Die Magnetic-Loop Antenne ist zwar eine Platzsparende Antenne, sie hat jedoch sehr viele entscheidende Nachteile. Klar, wenn jemand sehr wenig Platz hat ist es eine gute Antenne, sie ist auch sehr selektiv, was wiederum zum Nachteil wird. Man kann nicht einfach so über das Band drehen um Stationen zu finden, man bräuchte dann schon eine automatisch mitlaufende Abstimmung. Aber auch dann kann man z.B. den Spectrum-Analyser nicht verwenden, weil die Antenne, wenn sie gut ist, nur kleine 20kHz abdeckt, oder noch weniger.

Deswegen steht sie, meiner Meinung nach, nur als “letzte Lösung” dar. Wenn man sonst nichts aufhängen kann, nichts aufbauen, man wohnt im Bunker… dann kann man sie verweden. Allen anderen würde ich zu einer breitbandigeren Antenne raten. Sie ist zwar eine der interessantesten Antennen, aber auch die mit den meisten Einschränkungen.

Eine gute Mag-Loop kann aber, wie kaum eine andere Antenne, indoor benutzt werden. Auch aus dem Keller soll es gut funktionieren, oder aus neumodischen Betonbunkern. Sie hilft auch gegen QRM mit ihrer Schmalbandigkeit.

Etwas über lange Drähte

Vor einigen Monaten gab es in einer Facebook-Gruppe eine Diskussion über “Langdraht-Antennen” mit einem “Un-Un”.

Ich habe damals, da der Poster etwa 17m Draht hinhängen konnte und über einen Un-Un speisen wollte, folgendes dazu geschrieben:

“OK, dann rechnen wir mal nach… bei 160m ist 17m ziemlich ziemlich niederohmig, da wird es nicht gehen. Bei 80 ist es ca. ne viertelwelle… d.h. bischen weniger als 50 Ohm, ich ziele auf ca. 38 Ohm. Also auch nix für UnUn. Bei 40m ist es fast halbe lambda… ich sage mal, das sind paar kOhm… lass es sogar nur 2kOhm sein… auch nix für 9:1. Dann weiter… 30m… etwas über lambda halbe… wird wie 40m sein. 20m… a ja… fast ne Vollwelle, aber auch nur fast, aber genug, damit die impedanz hoch ist, wird auch durch 9 geteilt und bleibt immer noch hoch. 15m… fast ganze welle… hoch… 10m… anderthalb und bischen… also auch noch hoch… den rest lasse ich… es ist fast alles hochohmig… und unterste freqenz wird zwischen 80m und 40m liegen. Ergo: es wird NICHT MAL BISCHEN angepasst. In keinem Fall ist der UnUn von Vorteil, zumindest bei dieser Länge. Und nein, bei anderen auch meist nicht… Ein UnUn ist leider, was viele vergessen, nur für Empfang gut. Wobei da auch nicht immer… und dann noch die Frage: wo ist das Gegngewicht? Wird gleich “abgetrennt” mit der MW-Sperre. kann also auch kein Strom fliessen, der notwendig ist für die Strahlung.”

Was man natürlich wissen sollte: eine Langdrahtantenne ist grundsätzlich eine Drahtantenne, die auf der tiefsten Frequenz mindestens eine Wellenlänge lang ist, besser noch länger. Wenn man also einen kurzen Draht hinhängt, dann ist es höchstens eine Drahtantenne, also sogenannte “random-wire”. Diese verhält sich meist sehr schlecht.

Zusätzlich war meine Aussage zum Un-Un die folgende:

“Ja, und ich habe ja beschrieben, wie er transformiert… einfach die Impedanz durch 9 teilen. Wenn es (unter 40m) auf unter 50 Ohm kommt, dann wird der starke Strom bei kleiner Spannung eh an dem Ohmschen Widerstand der Speiseleitung in Wärme verbrannt sein. Bei hoher Spannung wird der Sender über den UnUn belastet, d.h. er gibt max. 1/10 der Energie weiter. Also in jedem Fall ist es kacke. Aber… man sollte das mit UnUn immer einmal im Leben versuchen. Und danach weiter machen ;)”

Das meine ich auch so. Auch ich habe mich lange mit Un-Uns aufgehalten. Ja, manchmal sind sie gut, besonders zum hören, sicher! Aber beim Senden verhält sich die Antenne leider anders.