Mittel und Zweck in der Politik

Unbequeme Meinung: auch wenn, in einem Vorhaben. die einzelnen Schritte der Politik rechtens, erlaubt, gut und berechtigt sind, kann es vorkommen, dass durch das Ziel, welches sie erreichen (bewusst oder auch nicht), die einzelnen Schritte zur sehr bösen und schlechten Sache werden und eigentlich verboten sein müssten.

Oder kurz: das Ziel rechtfertigt nicht immer die Mittel, auch wenn sie alle positiv sind.

Dabei geht es nicht mal um Ziele, die man erreichen will, sondern um die Möglichkeiten, die man dann eröffnet und die man wiederum für Böses ausnutzen kann. Ja, schon eine bloße Möglichkeit der Ausnutzung eines Vorhabens degradiert alle Schritte und das Ziel selbst.

Ich schreibe bewusst so allgemein und “schwammig”, denn diese Meinung bezieht sich gerade auf sehr viele Themen der heutigen Politik.

Kapitalismus andersrum

Was wäre, wenn wir nicht so viel wie möglich, sondern so wenig wie möglich verkaufen würden? Ich meine nicht “nichts”, aber nur so viel, wie notwendig und von Kunden willentlich gewollt. Und mit notwendig meine ich nicht durch Werbung “verursachte” Verkäufe, sondern Verkäufe, weil die Menschen nach den Produkten und Dienstleistungen eigenständig gesucht haben.

Ich meine, wenn diese Art des Verkaufens im Preis berücksichtigt wäre, dann könnte die Wirtschaft genauso gut leben. Die Produkte wären langlebiger, da der Zyklus auch länger wäre. Schliesslich müsste man den neuen TV erst kaufen, wenn der Alte irreparabel geworden ist, oder schon so alt, dass es unmöglich wäre ihn einzusetzen, anstatt weil die neue Werbung einen überzeugt hat. Der Kunde müsste dann überlegen, ob er nochmals bei dem gleichen Hersteller kauft, oder doch woanders.

Die Wirtschaft würde gut leben, müsste nur anders planen. Längerfristig, langlebiger und, vor allem, für weite Zukunft, nicht für die nächsten zwei Jahre.

Nur so Gedanken…